Nach Verteidigungsminister Guttenberg spricht jetzt auch Kanzlerin Merkel von „kriegsähnlichen Zuständen“ in Teilen Afghanistans. Die Bundeswehrsoldaten würden aber bis auf Weiteres im Land bleiben.
In der Kundus-Affäre bestreitet Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) vehement, die Öffentlichkeit über den Charakter der Afghanistan-Mission getäuscht zu haben. Die Opposition sei bereits am 6. November darüber informiert worden, dass der Luftangriff auch Taliban-Kämpfern gegolten habe, sagte Guttenberg in München.
Nach den Rücktrittsforderungen von SPD-Chef Gabriel und Grünen-Fraktionschef Trittin schlägt Verteidigungsminister Guttenberg zurück: Er wirft seinen Kritikern vor, selbst mehr Details des Luftangriffs von Kundus zu kennen, als sie zugeben. Die Opposition sei bereits seit Anfang November ausführlich informiert.
Beim Antrittsbesuch in den USA verständigt sich der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) mit der US-Regierung auf eine enge Abstimmung der Afghanistan-Politik. Die Bundesregierung überdenkt ihr Engagement ? und verlangt vom afghanischen Präsidenten Karsai mehr ?als nur Worte.
Nächster Halt Brüssel: Ex-Verteidigungsminister Guttenberg ist politisch heimatlos, mit der Rundumkritik an seiner Partei hat er frühere Weggefährten verprellt. Am Montag betritt er nun erstmals wieder die politische Bühne in Europa - und wählt dafür die EU-Kommission.